Mit 14 Jahren war er unter einen Bus geraten und noch am Unfallort verstorben. Er war der älteste Sohn seiner Mutter, ihre rechte Hand. Fassungslosigkeit breitete sich aus in unserer Stadt. Ich besuchte seine Mutter. Wir hielten mit ihr und vielen Freunden das Unbegreifbare aus. Das Totengebet hinter einer Moschee und die Beerdigung auf einem muslimischen Gräberfeld bewegten mich sehr. Und doch begann für mich damit das Weihnachtsgeheimnis. An diesem Fest sagt Gott uns in Jesus: „Bin da – in diesem Kind. Bin einer von euch und freue mich über jeden, der kommt und dann auch da ist. Und so gilt meine Botschaft einem jeden: Gut, dass du da bist!“ Und so war es auf dem Friedhof. Ich war einfach da – mit vielen anderen – und in diesem immensen Leid durften ich in den vielen ehrlichen Gesten der Zuneigung spüren: Es ist noch ein anderer da, er, der uns versprochen hat, bei uns zu sein, wenn wir in SEINEM NAMEN, der Liebe ist, versammelt sind. Weihnachten – Mittendrin.