In einem ökumenischen Schulgottesdienst der Klassen 5 und 6 einer weiterführenden Schule sah ich nach längerer Zeit zwei kleine Mädchen, die mit ihren Müttern aus der Ukraine geflüchtet waren. In den ersten Jahren ihrer Zeit in unserer Stadt hatten wir viel Kontakt gehabt. Als die beiden mich sahen, kamen sie und umarmten mich sehr herzlich. Als ich dann später eine kurze Ansprache zu halten hatte, sprang die eine der beiden unvermutet auf und umarmte mich nochmals und ihre Freundin tat das ebenfalls, was zu einer sehr leichten Atmosphäre im Gottesdienst führte. – Als ich nachmittags in einem Supermarkt noch einen Einkauf machen wollte, bremste auf dem Parkplatz vor dem Geschäft ein Wagen sehr abrupt und eine junge Studentin, die ich ebenfalls lange nicht gesehen hatte, sprang aus dem Wagen: „Ich freue mich so sehr, dass wir uns sehen, ließ sie mich wissen.“ Wir redeten ein paar Augenblicke miteinander, während ihre Mutter im Auto wartete und als wir uns verabschiedeten, sagte sie: „Wie schön! Ich bin jetzt richtig glücklich!“