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Reich beschenkt

Ich hatte meine Mutter zu einem herbstlichen Ausflug eingeladen und am Ende einen Cappuccino versprochen. Wir fuhren durch wunderbar bunt gefärbte Herbstlandschaften und ich spürte, wie sehr sie sich über all diese Eindrücke freute. Als wir in der kleinen Stadt, die wir anfahren wollten, ankamen und ich mit ihr – 91jährig – an meinem Arm zu dem Café ging, war es – entgegen der Meldung im Internet - leider geschlossen. Langsam gingen wir zurück zum Auto. Mir kam die Idee, noch zu einem hochgelegenen Dorf zu fahren, wo sie früher gern gewesen war. Gesagt getan. Als wir dort ankamen, parkte ich vor einem einfachen Hotel. Wir hatten nicht erwartet, dass es noch in Betrieb war. Entgegen unserer Erwartung bekamen wir dort einen leckeren Cappuccino und ein sehr lebendiges Gespräch mit dem Wirt entspann sich. Als wir gingen, sagte meine Mutter. „Was war das für eine schöne Begegnung. Gut, dass das erste Café geschlossen war.“