Ich bin glücklich!
Dieser Inhalt ist ab 01. Dezember 2026 verfügbar.
Dieser Inhalt ist ab 01. November 2026 verfügbar.
In einem ökumenischen Schulgottesdienst der Klassen 5 und 6 einer weiterführenden Schule sah ich nach längerer Zeit zwei kleine Mädchen, die mit ihren Müttern aus der Ukraine geflüchtet waren. In den ersten Jahren ihrer Zeit in unserer Stadt hatten wir viel Kontakt gehabt. Als die beiden mich sahen, kamen sie und umarmten mich sehr herzlich. Als ich dann später eine kurze Ansprache zu halten hatte, sprang die eine der beiden unvermutet auf und umarmte mich nochmals und ihre Freundin tat das ebenfalls, was zu einer sehr leichten Atmosphäre im Gottesdienst führte. – Als ich nachmittags in einem Supermarkt noch einen Einkauf machen wollte, bremste auf dem Parkplatz vor dem Geschäft ein Wagen sehr abrupt und eine junge Studentin, die ich ebenfalls lange nicht gesehen hatte, sprang aus dem Wagen: „Ich freue mich so sehr, dass wir uns sehen, ließ sie mich wissen.“ Wir redeten ein paar Augenblicke miteinander, während ihre Mutter im Auto wartete und als wir uns verabschiedeten, sagte sie: „Wie schön! Ich bin jetzt richtig glücklich!“
Mit einer größeren Gruppe Jugendlicher hatten wir uns am Tiny House in unserem Garten zu einem bunten Nachmittag getroffen. „Entscheide dich, glücklich zu sein!“ war das Motto der gemeinsamen Stunden, in denen die Jugendlichen vielfältige persönliche Impulse bekamen und sich in kleinen selbstgewählten Gruppen dazu austauschten. Es war viel Leben zu spüren. Am Ende der Zeit luden wir einzelne Jugendliche ein, vor einer Kamera zu erzählen, was ihnen der Nachmittag bedeutet habe.
Ein Jugendlicher war sofort bereit zu erzählen. Er hatte unter anderem in seiner Kleingruppe an der Übung teilgenommen, den anderen Gruppenmitgliedern zu sagen, was sie aneinander als positiv und bewundernswert wahrgenommen hatten. Strahlend stellte er sich vor die Kamera und sagte: „Ich bin so froh, dass ich heute gekommen bin. Denn ich habe gespürt, dass die anderen viel positiver von mir denken, als ich mich selber sehe. Das hat mich richtig froh gemacht. Mir ist klar geworden, dass ich nicht immer so ängstlich darüber denken soll, wie mich andere Leute sehen.“
Es lohnt sich, immer neu aufzubrechen und so neue Erfahrungen zu sammeln. Jede Begegnung ist eine Einladung, auf neue Weise lebendig zu werden! Diese Erfahrung hat den jungen Teenie richtig beflügelt.
Als sich ein junger Mann voller Lebenshunger Jesus näherte und mit ihm ein Gespräch begann, schaute ihn Jesus an und gewann ihn lieb. In solchen Begegnungen wachsen wir – oft über uns selbst hinaus. Dieser Monat lädt dich ein, immer neu aufzubrechen, denn es gilt: Nur wer losgeht, kommt an!
° Welche Erfahrungen sind dir geschenkt worden, weil du den Mut hattest, loszugehen?
Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb. (Mk 10,21)