Ich bin glücklich!
Eine innere Stimme drängte mich, in Zeiten von Corona zur Kirche zu gehen, die wir jeden Tag zwei ein halb Stunden geöffnet haben. Ich sprach mit einigen Besuchenden und versuchte ihnen durch ein paar gute Worte einen hoffnungsvolleren Blick zu geben. Dann freute ich mich, selber ein paar Augenblicke vor dem leeren Tabernakel beten zu können. Als ich die Kirche wieder verlassen wollte, sah ich eine jüngere Frau mit Tränen in den Augen. In gebührendem Abstand setzte ich mich zu ihr. Ich fragte, ob ich für etwas Beten könne. Sie bejahte und ließ mich wissen wofür. Nach eigen weiteren Minuten fragte ich, ob ich einen Kaffee für sie machen dürfe. Sie bejahte. Ich verließ die Kirche, um mich dem Kaffee zu widmen. Kurze Zeit später kam sie. Es entwickelte sich unter uns ein tiefer Austausch – fast zwei Stunden lang, wo alles Platz haben konnte, Lachen und Weinen, tiefer Schmerz und hoffnungsvolle Zukunftspläne. Am Ende sagte sie: „Weißt du, vieles hab ich außerhalb des engsten Familienkreises noch nie erzählen können!“ Ich sah eine echte Erleichterung in ihren Augen. Als wir auseinander gingen, waren wir beide beschenkt!
An inner voice urged me to go to church in times of Corona, which we open two and a half hours every day. I spoke to some of the visitors and tried to give them a more hopeful look with a few good words. Then I was happy to be able to pray for a few moments in front of the empty tabernacle. When I tried to leave the church, I saw a younger woman with tears in her eyes. I sat at a distance from her. I asked if I could pray for something. She said yes and let me know what for. After more minutes of my own, I asked if I could make coffee for her. She said yes. I left the church to devote myself to coffee. She came a short time later. A deep exchange developed between us - for almost two hours, where everything could have space, laughter and crying, deep pain and hopeful plans for the future. In the end she said: "You know, I have never been able to tell a lot outside of the closest family circle!" I saw a real relief in her eyes. When we broke up, we were both given presents!
Er gab alles - für mich! - He gave all - for me!
Du bist geliebt! - You are loved!
Wir besorgten für unseren Vater alle Einkäufe. Nachdem wir alle Arbeit erledigt hatten, schlenderten wir noch einmal durch die norddeutsche Kleinstadt. In einer Straße schenken schon seit langen Jahren die Geschäftsleute zum Frühlingsanfang den Kunden und Touristen Frühlingsblumen. Auch wir bekamen kleine Narzissen in einem wunderschönen Blumentopf geschenkt. Gerne hätte ich die Blumen auf meiner Terrasse gesehen. Doch da fiel mir meine alte Tante ein. Sie würde sich sicher über die Blumen freuen. Und so war es! Einige Tage später fand ich in unserem Garten längst vergessene Frühlingsblumen, die den Winter einfach so überlebt hatten.
We did all the shopping for our father. After we had done all the work, we strolled through the small town in northern Germany again. In a street, business people have been giving spring flowers to customers and tourists for many years now. We were also given small daffodils in a beautiful flower pot. I would have loved to see the flowers on my terrace. But then I remembered my old aunt. She would be happy about the flowers. And so it was! A few days later I found long forgotten spring flowers in our garden that had just survived the winter.
Die Schüler unsere Schule erhalten zurzeit – es ist Corona-Zeit - Lernpakete. Am Ende der Woche werfen sie ihre Aufgaben in den Briefkasten unserer Grundschule. Einige Schüler legten mir ein gemaltes Bild oder eine kleine Bastelarbeit zu ihren Aufgaben. Eine dieser Arbeiten zeigte ich einer älteren Nachbarin, die mich fragte, ob sie das Bild einige Tage behalten dürfe. Diese Erfahrung schrieb ich meinen Schülern mit dem Hinweis, doch auch einfach mal etwas zu basteln oder zu malen und es einer älteren Person in den Briefkasten zu stecken. Einige Tage später erhielt ich eine selbst gemalte Osterkarte.
The students of our school are currently receiving - it is Corona time - learning packages. At the end of the week, they put their tasks in the mailbox of our primary school. Some students put a painted picture or a small handicraft for their tasks. I showed one of these works to an elderly neighbor who asked me if she could keep the picture for a few days. I wrote this experience to my students with the advice that they also simply tinkered or painted something and put it in the mailbox of an older person. A few days later I received an Easter card that I had painted myself.