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Ich bin glücklich!

Kamen: Das Spendenziel der knapp 90.000 € für die Feldküchen ist erreicht. Wir sind unendlich dankbar und glücklich über die vielen Hilfs-Aktionen und Spenden! Der überschüssige Teil des Geldes wird in eine weitere Feldküche für Kinder gehen. Wir werden das morgen klären. Weitere Finanzmittel werden für die Lebensmittel der vielen Binnenflüchtlinge verwandt.

Oberhundem: In Oberhundem im Sauerland hat die DLRG-Gruppe des Ortes am Samstag einen "Tag für die Ukraine" im Hallenbad des Ortes veranstaltet. Viele Besucher*innen kamen und verbrachten einen schönen Tag im Wasser des Bades am Rothaarsteig und bei Begegnungsangeboten vor dem Bad. Insgesamt kamen 2.100 € zusammen und der Theaterverein des Ortes hat sich entschieden noch 500 € beizusteuern.

Kamen: Es schellt. Eine schwerkranke Frau steht mit ihrer Hilfe an der Tür. Ich möchte auch schnelle Hilfe für die Ukraine leisten, läßt sie mich wissen. Sie gibt mir 300 € und hat selber nicht viel. - Die Mutter von Lilli hat nach der Spendenkonto-Nummer gefragt. Lilli ist eine junge Meßdienerin aus Methler. Als wir nachfragen, was Lilli gemacht habe, erfahren wir: Sie hat mit ihrer Freundin in der Nachbarschaft eine Waffelbackaktion auf die Beine gestellt und 460 € gesammelt. Auch die will sie für die Feldküchen spenden.

Chmelnyzkyj: Meinolf steht fast täglich mit Michael Melnyk in Verbindung. Spät abends schreibt er zurück: "Danke, dass Du einfach da bist und dass Du SMS schreibst. Sie geben mir Kraft und Halt. Heute war ich den ganzen Tag unterwegs. Ich besuchte Flüchtlinge in verschiedenen Gemeinden. Es war eine sehr starke Erfahrung. Du weißt, es ist schon der zweite Konflikt in meinem Leben. Schon im Jahr 2014 habe ich getöteten Menschen - einige davon meine Freunde - gesehen und sie begraben. Und jetzt wütet der Krieg mit noch größerer Intensität. Heute Morgen wurden wir wieder mit russischen Raketen angegriffen. Mein Körper hat sich daran gewöhnt, morgens um 4:30 Uhr aufzustehen. Normalerweise begannen gegen 5:00 Uhr morgens die Angriffe. Das ist unsere schwere Realität. Aber heute hat mir der Tag einen echten Schub gegeben, um voranzukommen. Ich bin einfach losgegangen - ohne große Pläne. Ich bin vielen Menschen begegnet, hab nicht viel geredet, sondern war den Menschen einfach nahe. - Das war richtig gut! Ich finde, dass Gott etwas vorhat ... es ist gut, in Gottes Spiel und mit Gott zu sein."

Eine junge Unternehmerin hat die Erfahrung "Ich geb Dir, was ich habe!" in der App "go4peace" gelesen. Sie ist so gerührt und schreibt: "Ich bin so froh über diesen konkreten Weg helfen zu können. Ich überweise gleich morgen früh 1.000 €." - Wie mancher hat den gleichen Schritt getan, so dass wir mittlerweile 5 Feldküchen bezahlen konnten.