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Sag gute Worte!

"Sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund!"
(Lk 7,7)

Monatsimpuls - 08/2023

Youtube Vorschau - Video ID ixU4h67JRU0

Liebe Freunde von go4peace,

 „Ich denke an Dich! Du bist nicht allein!“ Solch ein Wort ist ein echter Mutmacher in schwierigen Lebensphasen – vor einer Prüfung, vor einer Operation, vor dem Start in eine ungewisse Zukunft. Es wirkt wie ein Fels in der Brandung, der Halt gibt. Du erinnerst Dich an den Menschen, der Dir dieses Wort gesagt hat. Vielleicht sagst Du es leise noch einmal. Du spürst, wie es Dir gut tut und Hoffnung schenkt.

Jedes Wort, das gesagt wird, zeigt eine bestimmte Wirkung. Gute Worte machen stark, böse Worte oder gar „fake news“ verunsichern und verletzen. Um die Wirkung ehrlicher Worte wusste ein römischer Hauptmann zur Zeit Jesu. Er wollte einem Kranken aus seinem Hausstand helfen und vertraute auf die Wirkung der Worte Jesu. Aber er wollte Jesus auch nicht zu sehr in Anspruch nehmen. So ließ er ihn wissen: „Sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund!“

Nach Jahren galt es für eine junge Studentin, Abschied aus unserer Stadt zu nehmen. Ich hatte sie in mancher schweren Situation stark machen können. Der Abschied fiel ihr nicht leicht. So bot ich ihr an, sie zum Bahnhof in die Nachbarstadt zu bringen. Gern nahm sie an. Im Bahnhof blieb uns noch Zeit für einen Cappuccino. Wir erzählten wenig. Es war genug, einfach da zu sein. Dann begleitete ich sie zum Bahnsteig und trug ihren Koffer. Es herrschte viel Hektik im Bahnhofsgelände. Dann kam der Abschied. „Danke für Dein tiefes Vertrauen. Mein Gebet wird Dich begleiten“, sagte ich ihr. Ich blieb und winkte, bis der Zug den Bahnhof verließ. Später erhielt ich eine WhatsApp. „Wie schön, dass ich die letzten Stunden vor meiner Abreise mit dir verbringen konnte. Das hat mir so viel Kraft und Hoffnung gegeben. Ich danke dir von Herzen. Du bist wie Familie für mich geworden!“ –  Sag gute Worte!

für das go4peaceTeam                                   Meinolf Wacker

Erfahrungen des Monats

Danke!

Am Telefon erzählt mir eine Ordensschwester von einer Mitschwester, die psychisch sehr belastet ist. Immer wieder schreit sie ihre Mitschwestern an und nennt sie „Verbrecherinnen“. Das Leben mit ihr ist für viele kaum noch erträglich. „Mit Worten ist da nicht mehr viel zu machen. Da hilft nur noch inständiges Beten!“ höre ich am Telefon. „Ich habe jetzt einige Male morgens während des Laudesgebetes die Kapelle verlassen, weil die Mitschwester nicht mehr in die Kapelle kommt. Ich hab mich schweigend vor die verschlossene Zimmertür meiner Mitschwester gesetzt und Jesus gebeten, ihr Herz zu erreichen und ihr Frieden zu schenken.  Vor drei Tagen ist etwas geschehen, was wir nicht für möglich gehalten hatten. Die kranke Schwester kam wieder zur Kapelle. Sie blieb in der Tür stehen, schweigend, kam dann zu mir und sagte leise: ‚Danke!‘“

Entscheidungshilfe

Während der Liboritage hatten wir unterschiedlichste Menschen interviewt. Wir hatten gefragt, was sie geworden sind und wer sie auf dem Weg unterstützt hat. Am Ende gaben alle aus ihrer Erfahrung heraus den jugendlichen Zuhörenden einen Tipp mit auf den Weg. Mir war der Impuls gekommen, dieses Video an eine größere Gruppe zu schicken. Kurz darauf erhielt ich die Botschaft: „Das ist zum wiederholten Male ein ‚Zeichen von Ihnen‘ (ohne dass Sie es wissen)! mit ausgerechnet diesem Dieses „Entscheidungshilfe-Video zur Wegorientierung“ erreicht mich in einer Zeit, in der ich  eine Entscheidung für eine berufliche Neuorientierung (mit fast 58 Jahren) treffen muss und alte Wege und Sicherheiten dafür verlassen muss. Aber ich habe mich entschieden, auf mein Bauchgefühl zu hören und mich auf den Weg zu machen, in dem Wissen, dass Gott mich begleitet. Und genau darin hat mich das Video bestärkt.“

In großer Höhe

Während meiner Ferien war ich auf die Passhöhe des Großen St. Bernhard gefahren und hatte dort in der Kirche des Hospiz, wie schon in vergangenen Jahren, für die Jugendlichen Europas gebetet. Viele einzelne Gesichter hatte ich Jesus ans Herz gelegt. Dann war ich auf ca. 3000 Meter Höhe an einen meiner Lieblinsorte gestiegen. Dort saß ich an einer exponierten Stelle und las in einem Buch – unter mir ein Kamin. Auf einmal hörte ich Stimmen. Ein Ehepaar mittlerer Jahre kam durch den Kamin hoch geklettert. Das hatte ich kaum für möglich gehalten. Schnell machte ich Platz, damit sie gut ankommen können. „Toll, dass sie da geschafft haben. Ich bewundere Eure Kondition, Euren Mut und Eure Zielstrebigkeit!“ Sie fühlten sich sehr geliebt und wir kamen in ein längeres Gespräch. Dann setzten sie sich an einen anderen Ort und aßen ihre Butterbrote. Als ich weiterzog, kam die Frau nochmals zu mir und sagte: „Wir hätten keinen schöneren Empfang hier oben haben können, als durch Dich! Danke für Dein offenes Herz und Deine Freundlichkeit!“

Mein Armband

Während des Liborifestes in Paderborn hatten wir Armbänder mit der Aufschrift „go4peace – building bridges in Europe“ verteilt. Einige Tage nach dem Fest schrieb mir ein jüngerer Ehemann: „Ich trage das Armband nun durchgehend. Dazu musst du folgenden Hintergrund wissen: Wir haben in unserer Ehe zwei grundlegende Schwächen identifiziert, meine Frau jammert und ich motze zu schnell. Vor einiger Zeit fand ich in einem Buch, in dem Verhaltensänderungswünsche vorgeschlagen werden, den Tipp, sich ein Armband zu suchen und 40 Tage am gleichen Arm zu tragen. Nur muss man jedes Mal, wenn man in die alte Verhaltensweise zurückfällt, das Band vom einen Arm an den anderen wandern lassen. Also, mein Vorhaben war klar: 40 Tage nicht motzen und ein Armband musste her. Und dann bekam ich Euer Armband geschenkt. Und die Ermutigung, „Brücken zu bauen“ hätte besser nicht sein können. So trage ich es nun und hatte bereits vier Tage geschafft. Heut bin ich leider gescheitert und hab das Armband nun am anderen Arm. So zähle ich neu und bin gespannt, ob ich es schaffe.

Nachfolge – ganz schön schwer!

In einer Mail lese ich: Heute bin ich einer tapferen jungen Mutter begegnet, die viel Kummer mit ihren Kindern hat. Zum Glauben hat sie nur wenig Zugang. Ich erzählte ihr von meinem Mann, der mit schwer erziehbaren benachteiligten Jugendlichen arbeitet. Sie war total berührt. Dann sagte sie: „Dein Mann wurde ganz sicher zu diesen Kindern geschickt. Das ist alles kein Zufall, das ist einfach …“ Ihr fehlten die Worte. 

Später begleitete ich eine lebhafte Kindergruppe zum Spielplatz. Dort begann meine Kollegin plötzlich unerwartet zu weinen. Sie erzählte, dass man bei ihrem jüngsten Sohn eine schwere Krankheit festgestellt habe. Am Nachmittag müsse sie zu Untersuchungen mit ihm ins Krankenhaus. Sie war voller Angst. Ich habe mein Herz ganz für sie geöffnet. So spürte sie, nicht allein zu sein.

Es stimmt wirklich: Wenn wir Jesus nachfolgen, führt er uns genau zu den Menschen, die sein Brot des Lebens brauchen. Dieses Brot sein und weitergeben zu dürfen, erlebe ich als tiefes Vertrauen Gottes in uns. Es ist schwer und schön – ganz schön schwer!

Tränen

Ungezählten Menschen haben wir mit einer kleinen Gruppe junger Leute Papiertaschentücher während des Liborifestes in Paderborn geschenkt. Die Tücher steckten in einer Papiertasche mit dem Aufdruck: „Nimm mich! Trockne die Tränen der Menschen um dich herum!“ Viele Menschen reagierten mit einem Lächeln und dem Ausruf: „Was für eine schöne Idee!“ Am sechsten Tag kam ein junger Priester erneut zum Dom und sagte mir: „Ich hab das Taschentuch schon gut einsetzen können. Während eines Begleitungsgespräches flossen gestern viele Tränen. Da war das Taschentuch eine ermutigende Hilfe!“

Unerwartet!

Meine Frau hatte ihr Portemonnaie oben aufs Autodach gelegt und es dort vergessen. Bei der anschließenden Fahrt war es verloren gegangen. Die Polizei hatte angerufen, ein ehrlicher Finder habe die Geldbörse zurückgebracht. Was fehlte, war allein eine Bankkarte. Durch einen Anruf beim ehrlichen Finder war klar geworden, wo er die Börse gefunden hatte. So fuhr ich aus Liebe zu meiner Frau in der Mittagspause an den genannten Ort und suchte jeweils ca. 400 Meter in beide Richtungen den Straßenrand ab. Dabei betete ich zu Gott, er möge das geschehen lassen, was jetzt richtig sei. Über 10 Minuten hatte ich schon gesucht und war vertieft ins Gespräch mit Gott. Auf einmal fiel mein Blick auf die kleine Checkkarte von go4peace, den sog. Bootsführerschein. Er lag im Gras am Straßenrand. Auf dieser Karte las ich: „Seid gewiss, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“ Dass meine Frau diese Karte in ihrer Geldtasche hatte, erfreute mich sehr. Ich fühlte mich von Gott umarmt. Wenige Augenblicke später fand ich auch die EC-Karte.

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