Ich bin glücklich!
In den vergangenen Tagen gab’s ein spannendes Fußballspiel: Dortmund gegen Madrid in der CL. Eine Freundin hatte mich eingeladen, mit ihr und ein paar Freunden das Spiel anzuschauen. Eigentlich wollte ich nicht hingehen, da ich noch viel lernen musste. Aber irgendetwas sagte mir, dass ich dort hingehen solle. Also habe ich ihr dann doch noch zugesagt. Und während des Spiels bemerkte ich, dass meine Freundin mich immer wieder anschaute. Ich fragte sie, ob bei ihr alles okay sei. Und plötzlich, völlig überraschend, weil sie nie über sich selbst redet, erzählte sie von Schwierigkeiten in ihrer Familie. Mit ein paar “Tor-Jubeln” dazwischen, entwickelte sich ein echt persönliches Gespräch und ich lernte sie besser kennen. Am Ende waren wir beide glücklich: sie, dass sie reden konnte und ich über das geschenkte Vertrauen!
Jahre hatten wir uns nicht gesehen. Nun war ich für ein paar Tage in ihrer Stadt. Das Programm der Tage war so voll gestopft, dass kaum an ein Treffen zu denken war. Unerwartet ergab sich dennoch ein kurzes Zusammensein in ihrer Schule. Zu zweit traten wir in das Lehrerzimmer. Welche Freude einander zu sehen - und dann waren wir sofort mitten in den Fragen und Sorgen ihrer Verantwortung. Ein junges Mädchen hatte aus ihrem familiären Lebensbereich heraus genommen werden müssen. Zu schwierig war es für sie und zu gefährdet war sie dort. Was war zu tun, vor allem während der Ferien? - Mit großer Kreativität saßen wir zusammen und überlegten - zu viert. Unvermutet waren wir zusammen gekommen, unvermutet schienen auch die Lösungswege, die sich entwickelten. Es brauchte einen “geschützten Ort” und einen “Ort des inneren Aufbruchs”. Wir fanden zwei solcher Orte und überlegten, ob wir eine kleine Gruppe junger Menschen zusammen stellen konnten, um sie während der Ferien dort hin zu schicken. Als wir uns verabschiedeten spürte ich diese tiefe Freude unter uns, im Licht der Gegenwart Gottes gemeinsam unterwegs zu sein und diese Augenblicke gelebt zu haben. - Als ich später auf mein Handi schaute, sah ich, dass genau während unseres Gespräches ein Anruf gekommen war, der uns auf diesen Weg gewiesen hätte! Mit meinem Ohr hatte ich ihn nicht gehört, denn das Handi war auf ‘stumm’ geschaltet, mit meinem inneren Ohr, war ich genau dieser Spur gefolgt.
Lange hatte sie nach ihrem Weg gefragt. Dann war sie einem jungen Mann begegnet und es schien, dass die beiden füreinander bestimmt waren. Sie liebten einander. Und dennoch war es nicht leicht. Sie hatte ihre Heimat sie im Glauben an Gott gefunden, ihrem Freund war dieser Wurzelgrund verschlossen. Würde eine solche Beziehung Bestand haben? Würden sie einen gemeinsamen Weg finden? Über ein langes Zeitfenster trafen wir uns - immer neu in einen tiefen ehrlichen Austausch eintauchend. Mehr und mehr wuchs eine Festigkeit zwischen beiden, die ihnen den Mut gab, sich zu trauen. Es war die Gewissheit: Wenn ehrliche Liebe da ist und wenn zwei Menschen sich diese ehrliche Liebe versprechen können, ohne ihr Gegenüber verändern zu wollen, sondern eben nur ganz lieben zu wollen, dann würde der Weg gehen. So hatten sie sich für einen gemeinsamen Weg entschieden. Besiegelt werden sollte er in der modernen Stadtkirche ihres Wohnortes.
“Vor allem aber liebt einander!” hatten sich die beiden als Trauspruch ausgewählt. Mit viel Nähe zu denen, die nicht glauben konnten, versuchte ich Predigt-Gedanken anzubieten, die eine breite Zustiegspallette zuließen. Ich schaute in ganz viele offene und ehrlich fragende Augen. Ein Klima wurde uns in der Kirche geschenkt, in dem viele Herzen sich berühren ließen...
Als ich mich abends - nach der Hochzeitsfeier - verabschiedete, kam der Bräutigam noch einmal und sagte mir mit einer verborgenen Träne im Auge: “Weißt Du, dieser Gottesdienst heute war total besonders - nicht nur weil ich geheiratet habe. Irgendetwas ist da in mir geschehen. Und ich bin unendlich dankbar und glücklich!”
Es war bei einer Hochzeitsfeier. Viele Leute waren froh über das strahlende Braut-Paar. Sie fühlten sich wohl und tanzten. Von all dem nicht tief berührt, sah ich einen 15-jährigen Jungen allein in einer Ecke auf einer Bank sitzen. Die Not, nicht dazu zu gehören, war ihm anzusehen. Ich ahnte seine Gedanken: Wann endlich ist alles vorbei und wann kann ich wieder bei meinen Kumpels sein. Ich setzte mich zu ihm und lächelte ihm zu. Ein Gespräch entspann sich - über seinen Heimatort, seine Zukunftsperspektiven, über seine Hoffnungen und Befürchtungen... Mehr und mehr erzählte ich von mir und er öffnete sich in einem großen Vertrauen. Sein Hobby war Bogenschießen. “Das ist echt cool, denn da brauchst du die totale Ruhe und das holt mich oft runter, aus dem Stress des Alltags!” Ein weiterer Gast kam und setzte sich zu uns. Dieser kam mit einer persönlichen Frage. Mein junger Freund spürte, dass dieser andere dringend reden wollte. Fast verstohlen erhob er sich und schlich davon, damit Raum für dieses neue Gespräch war. Als ich spät abends das Fest verließ und an dem jungen Mann vorbei kam, strahlte er mich an und sagte: “War echt cool!”Es war bei einer Hochzeitsfeier. Viele Leute waren froh über das strahlende Braut-Paar. Sie fühlten sich wohl und tanzten. Von all dem nicht tief berührt, sah ich einen 15-jährigen Jungen allein in einer Ecke auf einer Bank sitzen. Die Not, nicht dazu zu gehören, war ihm anzusehen. Ich ahnte seine Gedanken: Wann endlich ist alles vorbei und wann kann ich wieder bei meinen Kumpels sein. Ich setzte mich zu ihm und lächelte ihm zu. Ein Gespräch entspann sich - über seinen Heimatort, seine Zukunftsperspektiven, über seine Hoffnungen und Befürchtungen... Mehr und mehr erzählte ich von mir und er öffnete sich in einem großen Vertrauen. Sein Hobby war Bogenschießen. “Das ist echt cool, denn da brauchst du die totale Ruhe und das holt mich oft runter, aus dem Stress des Alltags!” Ein weiterer Gast kam und setzte sich zu uns. Dieser kam mit einer persönlichen Frage. Mein junger Freund spürte, dass dieser andere dringend reden wollte. Fast verstohlen erhob er sich und schlich davon, damit Raum für dieses neue Gespräch war. Als ich spät abends das Fest verließ und an dem jungen Mann vorbei kam, strahlte er mich an und sagte: “War echt cool!”