Ich bin glücklich!
Soforthilfe für die Ukraine
Time-out
Wir Sind zutiefst erschüttert über das Leiden des ukrainischen Volkes. Wir haben uns entschieden, täglich um 14 Uhr ein „Time-out“ zu halten, eine kurze Auszeit, um uns im Gebet oder im Schweigen für und mit den Menschen der Ukraine zu verbünden.
Wer ein Gebet mag, kann dieses nehmen.
Barmherziger Gott des Friedens,
sprachlos und ohnmächtig kommen wir zu Dir.
Wir beobachten das brutale Geschäft des Krieges,
steigende Aggressionen und Bedrohungen.
Erfolglos scheinen alle Vermittlungen zu sein,
die Angst vor Vernichtung und Leid geht um.
In dieser Situation bitten wir Dich
um neuen Geist für Frieden und Versöhnung,
um Einsicht und Bekehrung der Herzen.
Mit Deiner Hilfe wird es nicht zu spät sein,
Entscheidungen zu ermöglichen,
die Zerstörung und Elend beenden.
Im Namen all jener, die unmittelbar
betroffen, bedroht und involviert sind,
ersehnen wir das Wunder des Friedens –
für die Ukraine, Russland, ganz Europa und die Welt.
Du Gott des Lebens, des Trostes und der Liebe,
wir vertrauen auf Deine Güte und Vorsehung.
Amen.
Bischof Hermann Glettler, Innsbruck
Friedens-Erfahrungen
Außerdem laden wir ein, konkrete kleine Erfahrungen des Friedens, die wir in unserem alltäglichen Leben machen, in der App go4peace zu teilen, wenn möglich in der jeweiligen Muttersprache und in englischer Sprache. Diese Erfahrungen werden auch von Jugendlichen in der Ukraine gelesen. Sie können kleine Hoffnungszeichen der Ermutigung sein.
coming soon!
Liebe Freunde des Wortes,
seit vielen Jahren kannte ich sie und schätzte sie. Sie hatte sich entschieden zu heiraten. Immer wieder hatte ich die Liebe zwischen ihr und ihrem Freund erleben dürfen, eine reine und ehrliche Zuneigung. Nun stand die Hochzeit bevor. Wenige Tage vor der Feier rief ich sie an. “Darf ich eine Erfahrung mit Dir teilen?” fragte sie. Und dann erzählte sie: “Seit Beginn dieser Woche ist eine solche Dunkelheit in mir. Es ist ganz viel Streit in meiner Familie und auch zu meinem Freund aufgebrochen. Das war noch nie so. Ich weiß gar nicht, warum das jetzt so ist. Irgendetwas Zerstörerisches ist da am Werk! Mein Herz ist nicht mehr im Frieden.”
Einige Minuten sprachen wir miteinander. Dann sagte ich ihr: “Weißt Du, Mihaela, wenn Gott große Dinge tun will, dann gibt es immer auch Kräfte, die das verhindern wollen. Wenn Du jetzt kurz vor der Hochzeit so sehr im Dunkel bist, dann ist das letztlich ein Zeichen dafür, dass Du auf dem richtigen Weg bist!” Am Ende des Gespräches hörte ich: “Oh, jetzt ist mein Herz wieder im Frieden!” Und es wurde eine wunderbare Hochzeit.
So wie die unbekannte Sünderin in der Erzählung des Evangelisten Lukas Jesus ihr Herz geöffnet und sich ihm geschenkt hatte und von Jesus hört: “Geh in Frieden!”, hatte auch Mihaela ihr Herz geöffnet. Im geschützten Raum hatte sie alles, was sie belastete und bewegte, sagen können. Das hatte ihr geholfen, in ihrem Herzen wieder Frieden zu finden.
Frieden mit dir selbst findest du, wenn du negative und zerstörerische Gedanken und Gefühle nicht Macht über dich gewinnen lässt. Nimm dir immer wieder Augenblicke der Stille. Horch, was in dir los ist. Sag es und gib es Gott. Und wenn du magst, sag es einem vertrauten Menschen. Damit Frieden in Dir wird, gilt: Öffne Dein Herz! – Open your heart!
für das go4peace-Team
Meinolf Wacker
Liebe Freunde des Wortes,
es war auf einem Bahnhof spät abends. Einige Leute pöbelten laut herum. Theresa stand am Bahngleis. Eine junge Frau kam auf sie zu – verunsichert und ein wenig verwahrlost. Sie war allein. Sie schien erzählen zu wollen. Theresa entschied sich, zuzuhören. Die junge Frau begann und teilte viel Schweres. Theresa fragte behutsam nach. „Und wie heißt Du?“ fragte die junge Frau nach einiger Zeit? - Als ihr Zug einfuhr, verabschiedete sie sich mit einer Umarmung und ging zur Waggontür. Auf einmal hörte Theresa ihren eigenen Namen: „Danke, Theresa!“ Doch die junge Frau war schon nicht mehr zu sehen.
Ähnlich erging es den zwei Freunden Jesu auf ihrem Weg nach Emmaus. Viel Schweres hatten sie erleben müssen, nun war Jesus – und damit ihre Hoffnung – getötet worden. Wie sollte es jetzt weiter gehen? Ein – scheinbar fremder – Weggefährte gesellt sich zu ihnen. Er fragt sie: „Was sind das für Dinge, über die ihr da auf eurem Weg miteinander redet?“ Sie packen aus und erzählen alles. Wie gut das tut! Ihr Herz findet wieder Frieden. Es beginnt zu brennen. Der Fremde bleibt noch, bricht ihnen das Brot und dann sehen sie ihn nicht mehr.
Was für ein Geschenk ist es, ein offenes Ohr zu finden! Wenn Du vertrauensvoll erzählen kannst, bringt es Dich in Frieden. Gott hat uns zwei Ohren gegeben, damit wir mehr Hören als zu reden. Wer gut zuhört, bringt Frieden. Lad feinfühlig zum Erzählen ein und wenn es dran ist, frag nach - behutsam. Also, schenk Dein Ohr und lad ein: Erzähl mal! – Tell me!
für das OnWordTeam
Meinolf Wacker