Ich bin glücklich!
In einer Mail las ich: Meine Chefin hat sich das Bein gebrochen und musste im Krankenhaus bleiben. Sie fällt mindestens für längere Zeit aus, was eine hohe Arbeitsbelastung für unser Team bedeutet. Gesten habe ich sie besucht. Wir haben allerlei geplaudert und ich habe sie gefragt, ob es ok sei, wenn eine gläubige Freundin einmal unseren Betrieb anschauen würde. „Na klar“, war ihre Antwort. "Woher kennen Sie sie?“ Und schon entwickelte sich ein Gespräch, in dem ich zum ersten Mal sagen konnte, dass ich Christin bin, viele Fragen an die Kirche habe, meinem Glauben aber treu geblieben bin und auf der Suche nach neuen Formen, ihn zu leben, sei. Gebannt hörte sie zu und dann ihre Antwort: „Mir geht es genauso.“ Ich war platt, das hatte ich nicht vermutet, Gott war noch nie ein Thema zwischen uns. Dann fragte sie mich, ob ich ein betender Mensch sei und bat mich – nach meiner bejahenden Antwort - um mein Gebet für sie. „Das bedeutet mir sehr viel!“ fügte sie hinzu. - Wofür nicht auch ein Beinbruch gut sein kann! Mit einer innigen Umarmung haben wir uns verabschiedet und uns zugesichert, füreinander zu beten!
2150 / 15000
Unser Ziel: 15.000 €
Wir möchten Thea, Lea Maria, Marie Reine, Martin und Charbell – Kinder von in den Libanon geflüchteten palästinensischen Familien – unterstützen, damit sie zur Schule gehen und eine bessere Zukunft für sich aufbauen können. Wie eine Zeder, der Symbolbaum des Libanon, sollen sie wachsen dürfen: verwurzelt, stark und hoffnungsvoll. Bildung ist dabei der Boden, der ihnen Halt gibt, und das Licht, das sie aufblühen lässt und sie eine Perspektive für sich und ihre Familien finden lässt.
Die Kosten für das Schulgeld, die tägliche Fahrt und das Unterrichtsmaterial belaufen sich für jeden einzelnen Jugendlichen auf ca. 3.000 €. Wir freuen uns über Einzelspenden und über Schulen, die Aktivitäten organisieren, um diesen Jugendlichen das Recht auf Bildung zu ermöglichen – damit sie wachsen und ihre Zukunft kraftvoll entfalten können.
geteiltes Leben
1951 kamen viele palästinensische Flüchtlinge in den Libanon. In Zelten lebten sie zu Tausenden in Dbayeh, 12 Kilometer nördlich von Beirut. Heute leben die Familien immer noch dort in ärmlichen Baracken in der vierten Generation. Sie sind staatenlos. Als Palästinenser haben die jungen Menschen kaum Chancen, an einer staatlichen Schule im Libanon einen Platz zu finden; für Privatschulen fehlt den Eltern das Geld. Schwester Magda, eine von drei kleinen Schwestern von Nazareth – aus Belgien stammend, lebt seit 38 Jahren Tür an Tür mit diesen Flüchtlingsfamilien. Sie teilt alles. Sie sagt: „Wenn ich die jungen Leute hier in diesem Lager sehe, denke ich, dass das Schwierigste ist, keine Zukunft zu haben. Man braucht sein Land (Palästina), man hat seine Wurzeln, man hat sie und kann nicht dorthin gehen.“
Spendenkonto
Kath. Kirchengemeinde Heilig Kreuz Kamen
IBAN: DE08 4416 0014 5021 3901 01
BIC: GENODEM1DOR
Dortmunder Volksbank
Stichwort: Amal
Für eine Spendenbescheinigung geben Sie bitte Ihre vollständige Adresse in der Überweisung an.
Das für das Projekt „Amal heißt Hoffnung“ im Netzwerk go4peace“ und der Pfarrei Heilig Kreuz Kamen gesammelte Geld wird direkt auf ein Konto der Kleinen Schwestern von Nazareth (Petites sœurs de Nazareth) in Belgien überwiesen. Es gelangt von dort auf verlässlichen Wegen direkt zu den Schwestern in Dbayeh.
ein offenes Herz
Die drei Schwestern Magda, Martine und Cecilia sind der gute Geist von Dbayeh mit all den christlichen und muslimischen Flüchtlingen zusammen. Schwester Magda erzählt: „Es braucht nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch ein offenes Herz, denn nur mit den Ohren zuzuhören reicht nicht aus. Jeder Mensch braucht einen Ort, an dem er die Freuden des Lebens, aber auch viel Leid teilen kann, einen Ort, an dem er sicher sein kann, sein Kreuz abzulegen und nicht abgelehnt, sondern gehört und geliebt zu werden.“
Schwester Martine ist fast immer zu Hause und öffnet die Tür. „Ich schätze, dass ich sie mindestens fünfzig Mal am Tag öffne, um Menschen zu empfangen, zu sehen, was sie brauchen, und zu versuchen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Ob sie nun Lebensmittel, Hilfe bei den Schulaufgaben, Medikamente oder medizinische Versorgung benötigen, wir sind eine Familie. Als Familie helfen wir uns gegenseitig. Wir müssen uns gegenseitig unterstützen. Sie sind Brüder und Schwestern. Deshalb versuchen wir, so gut wir können, auf ihre Bedürfnisse einzugehen.“
ein kleines bisschen
„Es erfordert viel Mut und Unterstützung, um die Lampe der Hoffnung am Leuchten zu halten. Oft braucht es wirklich Mut, um sie wieder anzuzünden!“ teilt Schwester Cecilia ihre Erfahrung, und Magda fügt lächelnd hinzu: „Eigentlich braucht es in der Welt nur Menschen, die etwas haben, dass sie ein kleines bisschen davon teilen. Wenn die wohlhabenden Menschen eine Woche lang das Leben dieser Menschen leben würden, würden sie sagen: ‚Nein, das geht so nicht!‘ Und mit einem kleinen Beitrag könnten die Familien hier in Würde leben. Das ist das Einzige, was man teilen muss, ein kleines bisschen.“
Ein Blick auf das über 70 Jahre gewachsene Flüchtlingscamp von Dbayeh / Beirut, Libanon
Seit Jahren hatten wir uns nicht mehr gesehen. Er – ein Mitbruder – ging auf die 90 Jahre zu. Bei einem Kongress trafen wir uns wieder. Die Freude war groß. Eines abends setzten wir uns zusammen. Er fragte nach dem Weg navi4life, mit dem wir junge Leute auf ihrem Weg zu stärken versuchen. Schritt für Schritt ging er innerlich mit und fragte nach: „Und wie kommt ihr an die Schulen? Und wie überzeugt ihr die Lehrerteams? Was macht ihr dann mit den Jugendlichen? Wie reagieren sie?“ Ich staunte über seine innere Wachheit und sein lebendiges Interesse. Ich erzählte von unserer Arbeit an Brennpunkt-Schulen. Als wir uns am Ende des Kongresses verabschiedeten, strahlte er mich an und ließ mich wissen: „Eure Arbeit in den Brennpunkten dieser Zeit habe ich besonders im Herzen. Dafür werde ich beten und leben!“
Seit einigen Monaten begleiten wir zusammen mit einer befreundeten Familie drei junge afghanische Frauen auf ihrem oft schweren Weg in ein neues Leben. Sie leben sehr zurückgezogen und mussten große Ängste bewältigen. In Deutschland erlebten sie, dass Menschen, denen sie ihr Vertrauen geschenkt hatten, ihre Notlage ausnutzen wollten. Ihre Offenheit für unsere Kultur und ihr Entschluss, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, führte dazu, dass einige Menschen der gleichen Herkunft sie aus ihrer Gemeinschaft ausschlossen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag besuchten wir sie, brachten Geschenke und verbrachten einen friedlichen Nachmittag bei ihnen. Unsere Freundin, die auch aus Afghanistan stammt, half bei der Übersetzung und die drei Frauen konnten schon zaghaft ihre neu erworbenen Deutschkenntnisse anwenden. Im Laufe des Nachmittags wurde die Atmosphäre immer entspannter und ihre Augen strahlten. Am Abend erreichte uns eine Nachricht von ihnen: „Es bedeutet uns sehr viel, dass wir nicht alleine sind. Wir kennen sonst niemanden hier richtig. Wir freuen uns immer, dass ihr alle für uns da seid. Danke für alles!“ Das Vertrauen dieser Frauen nach ihren schlimmen Erfahrungen war für uns ein wertvolles Geschenk. Jesus hatte in diesen Momenten seinen Frieden an uns alle verschenkt. Wir freuen uns, den Weg in die Zukunft mit ihnen weiterzugehen.