Ich bin glücklich!
Liebe Freunde des Wortes!
Leicht war es nicht für sie, direkt nach dem Abitur das eigene Land zu verlassen und als Au-pair in einen neuen Kultur-Kreis einzutauchen. Sie hatte ihr Leben als Geschenk entdeckt, aus dem sie etwas Großes machen wollte. Diese Vision half ihr, auch in schwierigen und einsamen Zeiten weiter zu gehen. Auch ihren Glauben, den sie als Kind zu Hause in ihrer Familie praktiziert hatte, galt es neu zu entdecken. Sie hatte sie eine zweifache Entdeckung gemacht. Auch im Dunkel vieler Tage fühlte sie sich nicht allein. Da war jemand, der alle Wege mitging und der ihr Mut machte, nie aufzugeben. Das war ihr zum Lebensmotto geworden: Don’t give up! – Gib nicht auf! Und dann war da noch die Entdeckung, dass die Worte, die Jesus vor 2000 Jahren zu seinen Jüngerinnen und Jüngern gesagt hatte, heute genauso Leben hervorbringen konnten wie damals. Ob das geschah, lag allein daran, ob sie auf offene Herzen trafen oder nicht.
Sie war zu einer internationalen Summer-School auf eine griechische Insel eingeladen worden. Junge Leute buntester Weltanschauungen waren zusammen gekommen, um über ein nachhaltiges Miteinander in Europa in Austausch zu kommen. Es hatte Mut bedeutet, sich auf den Weg auf die Insel zu machen. Sie entschied sich für einen Workshop, in dem es um Schöpfungsveranstaltung – orientiert an dem Rundschreiben „Laudato si“ – ging. In diesem Workshop trafen zum Teil verengte Sichtweisen aufeinander. Einige Teilnehmende verloren sich in Kritik, ohne zu einer Perspektive durchstoßen zu können. Am Ende sollten Ergebnisse präsentiert werden. Amela – so der Name unserer jungen Botschafterin – versuchte Brücken zwischen allen zu bauen. „Und dann war’s mir auch wichtig, am Ende dieses wunderbare Gebet, das Papst Franziskus für die Schöpfung verfasst hat, zu beten. Aber das ging natürlich nur außerhalb der regulären Präsentation.“ So lud sie im Anschluss an die Lehrveranstaltung auf einen Kirchenvorplatz ein, um dieses Gebet miteinander zu sprechen. Wie erstaunt war sie, als fast alle Teilnehmenden – Glaubende und Nicht-Glaubende – zum Gebet kamen. Sie wollten dabei sein und diesen kostbaren Augenblick teilen. Nach dem Gebet kam eine Studentin aus der Ukraine mit Tränen in den Augen zu ihr und sagte: „Ich bin so glücklich, dass Du Dich gewagt hast und dieses Gebet möglich gemacht hast. Es war für mich der kostbarste Augenblick der ganzen Woche. Von Herzen Danke!!!“
„Ihr werdet meine Zeugen sein!“ hatte Jesus seinen Freundinnen und Freunden verheißen und ihnen die Kraft des Heiligen Geistes zugesagt. Und so bittet Jesus auch Dich: Sei mein Zeuge! – Be my witness!
für das OnWordTeam
Meinolf Wacker
Liebe Freunde des Wortes,
einmal im Jahr sahen wir uns, meist in unseren Begegnungscamps in Sarajevo. Und was mir am meisten von ihm in Erinnerung blieb, war sein Lächeln. Es war ein Strahlen, das aus seinem Herzen kam. Und irgendwann vertraute er mir an. „Ich bin immer so froh, wenn wir zusammen sind! Ich freu mich das ganze Jahr auf dieses Camp! Denn eine solche Freude, die ich in unserem Miteinander erlebe, habe ich noch nirgends gefunden!“
Eines Tages ergab sich ein Gespräch. Wir saßen auf einer Bank – von Sonnenstrahlen umspielt. Ich begann zu erzählen, von Jesus, der nur drei Jahre in der Öffentlichkeit unterwegs gewesen war und der schnell gemerkt hatte, dass viele an seiner Botschaft der Freiheit und der Barmherzigkeit Anstoß nahmen. Sie wollten ihn töten. Zugleich aber hatte Jesus gespürt, wie wichtig seine Gegenwart für seine Freundinnen und Freunde war. So wollte er bei ihnen bleiben und ihnen helfen, in die Freiheit der Kinder Gottes hineinzufinden. In seinem Tun ließ er sie eine Liebe entdecken, aus der er gekommen war und in die er zurückgehen würde. Aber zugleich würde er sie seinen Jüngern hinterlassen. So sagte er ihnen: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Sein Name war LIEBE. Wo folglich echte Liebe gelebt wurde, da war ER am Werk, da war ER präsent.
So fragte ich Tomaš: „Verstehst Du? In der Freude, die Du immer spürst, lebt Jesus. Es ist Seine Spur. ER war und ist im lebendigen Miteinander unserer Camps unter uns. ER war da! Du bist IHM begegnet. ER hat Dein Herz so froh gemacht und in den Frieden finden lassen. ER brennt in Dir!“ Tomaš liefen Tränen über die Wangen. Er hatte verstanden. Es war das Feuer des lebendigen Gottes unter uns, das sein Herz berührt hatte. Tomas entschied sich, Priester zu werden. Diese Liebe, die er entdeckt hatte, wollte er vielen Menschen weiterschenken.
Liebe Freunde des Wortes, Jesus ist gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Tomaš hatte dieses Feuer im lebendigen Miteinander von Menschen entdeckt. So war für ihn fortan klar: Miteinander – wie sonst? – Together – what could be better?
für das OnWordTeam
Meinolf Wacker
Liebe Freunde des Wortes,
Sie hatte alles, was sie brauchte, eine Familie, in der sie zu Hause war, Jugendgruppen in ihrem Dorf, in denen sie sich engagieren konnte, eine gute Schulbildung, gute Freunde… Sie hatte begonnen zu studieren und war auch da gut vorangekommen. Aber da war eine Stimme in ihr, die ihr sagte: „Es gibt noch mehr! Wag dich aus dem Vertrauten heraus!“
So entschied sie sich, für ein Semester ihre Heimat zu verlassen und nach Österreich zu gehen, um dort zu studieren. Ganz leicht fiel ihr diese Entscheidung nicht. In einem kleinen Video erzählt sie: „Ich hatte große Angst, weil ich keine Ahnung hatte, was da auf mich wartete. Also hab ich mich total Gott anvertraut. Er hat mir geholfen. Er war die ganze Zeit wirklich bei mir und so habe ich eine gute Zeit in Österreich verbracht!“
Auf Gott setzen! Nicht nur mit Worten, sondern mit unserem Leben und in unseren Entscheidungen, das hat Marie – so ihr Name – gemacht und so ist ihr Rat: „Fürchte dich nicht! Glaube nur!“
Liebe Freunde des Wortes, wie oft bringt uns das Leben in Unsicherheiten. Wir wissen dann nicht, wie’s weitergehen soll und wie wir uns entscheiden sollen. Dann gilt es gut zu überlegen, abzuwägen und mit Menschen, die uns gut kennen, über unsere Pläne und Ideen zu sprechen. Und dann kommt der Punkt, an dem wir uns entscheiden müssen, jeder allein. Marie rät dir, dich dann an Gott zu wenden: Fürchte dich nicht! Glaube nur!
Wenn du deinen Teil ganz getan hast, dann schau nach vorn und glaub, dass Gott Dir in deinem Leben mit all Seinen Ideen und Möglichkeiten entgegenkommt und sich um dich sorgt. So können wir dem Wort Jesu trauen: Fürchte dich nicht! Glaube nur! – Don’t be afraid. Just believe!
für das OnWordTeam Meinolf Wacker
Liebe Freunde des Wortes!
Es war Karfreitag - spät abends. Da der Tag in Frankreich kein Feiertag ist, hatte sie sich erst nach 18 Uhr auf den Weg machen können. Um 23 Uhr kam sie an. Zu zweit holten wir sie vom Bahnhof ab. Sie hatte sich auf den Weg gemacht, um bei der Firmfeier ihrer Freundin dabei sein zu können. Jetzt trafen die beiden einander nach langer Zeit wieder. Eine tiefe, ansteckende Freude war sofort zu spüren. Der folgende Tag war Rüst-Tag. Wir bereiteten das Osterfest mit einigen jungen Leuten vor. Elodie, aus einer Stadt in der Nähe von Paris, war sofort mitten drin. Sie schenkte sich, wo sie nur konnte.
Die Feier der Osternacht begann. Ihre Freundin empfing das Sakrament der Firmung. Ein bewegender Augenblick. Ich sah Elodie. Sie war tief angerührt und bewegt. Ihre Augen schienen wie ein „Tor zum Himmel“, voller Friede und Freude. Zwei Tage später war sie wieder in Paris. Sie schrieb: „Weißt Du, ich war ein wenig traurig, weil ich lange Zeit vergessen hatte, was die Gegenwart Gottes in meinem Leben wirklich bedeutet. Und jetzt verstehe ich, dass ich ihn um alles bitten kann, weil er einfach da ist und dass ich immer eingeladen bin, auch für die anderen zu beten. Das habe ich in den Tagen entdeckt.“
Ich erinnerte mich an Madeleine Delbrêl, die in jungen Jahren entdeckt hatte, dass man „Gott lieben kann, wie man einen Menschen liebt“, das hatte ihr Leben völlig verändert. Dieses gleiche Glück hatte Elodie erlebt. Vor Freude war sie auf die Straße gegangen, um Jesus in den Menschen ihrer Stadt zu begegnen. Jeden, den sie sah, legte sie betend Gott ans Herz.
„Gebt, dann wird auch Euch gegeben werden!“ hatte Jesus seinen Freunden geraten. Und er hatte hinzugefügt: „In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken!“ Diese „Fülle des Lebens“ hatte ich in den Augen von Elodie sehen dürfen. Sie hatte gegeben, war hunderte von Kilometern zur Feier ihrer Freundin gekommen. Reich beschenkt kehrte sie heim. Gott hatte ihr Herz neu berühren können. Sie hatte empfangen: reichhaltig und überfließend. Sich schenkende Liebe ist immer konkret. Also: Sei konkret! – Be concrete!
für das OnWordTeam
Meinolf Wacker